Das Prinzip der Reflektion, Kontemplation und Meditation

Teil 13

Aktion ist das Yang Prinzip der Sonne:
Einfach zu scheinen und sprichwörtlich zu strahlen.
Reflektion hingegen ist das Yin Prinzip des Mondes: darüber zu reflektieren was geschehen ist. Das ist das Mittel der Therapie, und ein guter Therapeut ermögliche dem Patienten zu reflektieren,
um den Intellekt tiefer in das Reich der Kontemplation zu führen.

Ein Eremit wurde mal gefragt, warum er in Einsamkeit lebe,
aber anstatt zu antworten nahm er einen Stein, warf in in einen Brunnen, und fragte den Fragenden was er sehe.
Der Wanderer antwortete: “Ich sehe Wellen auf dem Wasser”;
und als sich die Wellen beruhigt hatten, fragte er den Wanderer nochmals, so dass der antwortete: “Ich sehe ein Spiegelbild meiner Selbst”.
Da antwortete der Eremit ihm: “So bald die Wellen des Geistes sich beruhigt haben, kannst Du Dich selbst sehen.
(Eine der wichtigsten altgriechischen Leitsätze ist: “Erkenne Dich selbst.”)

Während Reflektion eine passive Art ist,
ist Kontemplation eine gewählte Aktivität, um willentlich an einem Bestimmten Thema eine längere Weile dran zu bleiben.
Beide Wege funktionieren als Vermittler zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein, und beide Wege sind ineinander verschlungen,
weil man seine Gedanken nicht erzwingen, sondern eher anziehen kann, um dann darüber zu reflektieren.

Eine Behinderung einer guten Übersicht is der Tunnelblick, weshalb man um alle Sichten wahrnehmen zu können am Besten in der Mitte einer Kreuzung, und nicht in einer Gasse stehen sollte.

Medietas” heisst “in der Mitte” in Latein. Daher bedeutete das Wort “Medizin” ursprünglich die Rückführung auf die Gesundheit, wenn man in seinem Zentrum ist, und “Meditation” das Zentrieren des Selbst, um so viele Perspektiven wie möglich, und damit die Welt “wie sie ist” wahrzunehmen.

Das erklärt auch das Symbol des Kreuzes, was keinesfalls nur im Christentum verwendet wurde, sondern z.Bsp. auch bei Rosenkreuzern. Während das körperliche Zentrum der Bauch ist, wird es in anderen Richtungen als das Herz gesehen, was im alten Ägypten als “zweites Gehirn” angesehen wurde.

Gregg Braden setzt einen starken Wert auf die Herz-Hirn-Verbindung; und der Verlust davon ist die Wurzel der meisten internen und externen Leiden in dieser Welt.
Mitgefühl (wie es von den meisten Religionen propagiert wurde, bevor viele davon verkrusteten) ist eine gute Methode dies zurück zu erlangen,
und Buddhisten wie Thích_Nhất_Hạnh oder der Dalai Lama haben dies zu ihrer Priorität gemacht.

Für rationale Menschen ist Meditation oft das am wenigsten greifbare Konzept, so dass es ihnen für lange Zeit wie eine Zeitverschwendung vorkommt, weshalb es Anfängern meist als Entspannungsübung oder zur Selbststärkung propagiert wird, um mehr effizient zu erscheinen.
Während beides wahr ist, ist Meditation wesentlich mehr, denn es ist wie ein Sanktuarium, in dem interne Turbulenzen beruhigt werden, solange man nicht vom täglichen Leben aufgewühlt wird.

Der leichteste Weg zu Meditieren ist sich eine Minute hin zu setzen und den Atem zu beobachten, denn man kann sowohl bewusst, als auch unbewusst atmen, weshalb der Atem als Vermittler zwischen beiden Welten funktioniert.
Währenddessen kann man auch seine Gedanken einfach auslaufen lassen, indem man kein Öl mehr in die Flammen gießt, so dass Gedanken, die in Meditation aufkommen nicht weiter gefüttert werden, wie z.Bsp. der Gedanke an das spätere Einkaufen nicht durch eine ganze Einkaufsliste erweitert, sondern hinten an gestellt wird, so dass man sich wieder ganz dem jetzigen Moment widmen kann.

Meditation, Kontemplation und Reflektion waren und werden intuitiv in natürlichen Kulturen praktiziert, wurden aber durch den Leistungsdruck unserer ersten Welt, ständig Gewinne zu maximieren (die dann gewöhnlich bloß als Entschädigungen für unser verlorenes ganzheitliches Glück dienen) marginalisiert.

Du siehst also, dass die körperlichen Prinzipien von links nach rechts, und von oben nach unten in der Medi-tation die zuvor angesprochenen körperlichen Prinzipien zwischen unten und oben, links und rechts durch die Einstellung Deines Geistes in Einklang gebracht werden – dass der Geist also keinesfalls eine der Körperlichkeit untergeordnete Funktion ist, sondern diese Energien harmonisiert, so wie wir das z.Bsp. in der Osmose sehen.

Der Geist funktioniert also wie ein Richtungsweiser dem die Körperenergien folgen

Heutige Übung

Falls ich das zuvor nicht klar erklärt habe:
Die Klänge sind hier extra alle eingebunden, damit Du ab jetzt genau da weitermachst, wo Du am letzten Tag stehen geblieben bist;
also immer die nächsten 6 Rhytmen nimmst.
Als Beispiel: Wenn Du als Letztes Rhythmus 63-68 verwendet hast,
dann verwende als nächstes Rhythmus 69-74
(oder spiele die Rhythmen ab #69 ab und stelle Dir einen Timer auf 3 Minuten).

Falls Dir die Rhythmen bis dahin immer noch zu schnell waren, setze als nächstes Deine Praxis bei Rhythmus 75 fort, und tue das so lange, bis Du irgendwann bei einem Rhytmus angelangt bist, der Dir nicht mehr zu schnell für Deine Bauchmuskeln ist, aber auch nicht so langsam, dass Du bei einem Zyklus ausser Atem kommst, denn Du musst ja die Luft dafür anhalten.

Den Rhythmus, der Dir am Meisten zusagt kannst Du ab dann in Deine eigene Playlist legen und im Loop (also wiederholt) abspielen.

Das größte Problem von uns Allen zu Meditieren ist das was Yogis ‘den Affengeist’ nennen, also das ziellose hin- und herspringen des Geistes.

Du kannst aus der Zeit, in der Du Deine Übung machst wesentlich mehr raus holen, indem Du Dich voll und ganz konzentrierst, anstatt an Anderes zu denken.

Im Grunde bräuchtest Du gar nichts Anderes als nur völlig in dem jetzigen Moment zu leben, aber weil das Keinem von uns möglich ist, haben die alten Weisen Yoga-methoden gelehrt, die nicht nur unseren Körper ausbalancieren, sondern unseren Geist erst mal voll und ganz beschäftigen.

Als größten Faktor haben wir das Mantra (was es, wie schon gesagt auch in unseren Traditionen, wie dem Rosenkranz gibt), was uns beständig daran erinnert dem Göttlichen in uns selbst hin zu streben, was im Indischen Bhakti genannt wird.

Zum Anderen bist Du inzwischen mit einer ganzen Reihe von Aufgaben beschäftigt,
wie dem Zählen (was im Moment noch die Klänge Dir abnehmen),
Deiner Sitzhaltung,
dem Links-Rechts-Atmen,
und Deiner Augen und Zungenposition.

Dazu kommen etliche Gedanken während dem Sitzen hoch – alleine schon dadurch, dass Du dann oft den ersten Moment des Tages hast, indem Dein Geist nicht mit Alltäglichem beschäftigt ist.

Deine Aufgabe ab jetzt ist es also, Dich während der Übung voll und ganz nur darauf zu konzentrieren, und alle Gedanken, die auf Dich einprasseln wie in einem Wartezimmer erst mal hinten anzustellen und auf später zu vertagen.

Dazu kannst Du Dir ja nach dem Üben eine beliebige Zeit für die Kontemplation nehmen, um Alles, was während der Übung noch kam dann fließen zu lassen, um Deinem Bedürfnis nach Klärung freien Lauf zu lassen.

Deswegen heisst Sodarshan Chakra Kriya auch wie Yogi Bhajan sagte:

Meditation für Fokus und geistige Reinigung

Hier ist eine Meditation, die mit Hilfe von Prana geistigen Müll aufräumt, und Klarheit schafft. […]

Es ist das einfachste Kriya, aber gleichzeitig eines der schwersten.

Erst nach Jahrzehnten habe ich verstanden, warum das eine der schwersten Übungen ist: Nicht wegen den körperlichen Anforderungen (die Du ja schon inzwischen zum größten Teil meisterst), sondern, er sagte:

Diese Übung schneidet durch alle Barrieren der psychotischen oder neurotischen Natur. Wenn sich eine Person in einem sehr schlechten Zustand befindet, werden extern angewandte Methoden nicht funktionieren. Der Druck muss von innen stimuliert werden.

Die Tragödie des Lebens ist, wenn das Unterbewusstsein Abfälle in das Bewusstsein entlädt. Dieses Kriya erweckt die Kundalini um Dir die notwendige Vitalität und Intuition zu geben, um die negativen Nebenwirkungen des Unterbewusstseins zu bekämpfen.

Meditiere also heute für 3 Minuten wie gelernt, aber mit größtmöglicher Konzentration.

POSITION: Sitze mit einem geraden Rücken ( entweder mit gekreuzten Beinen oder in einem Stuhl mit den Füßen flach auf dem Boden ) Augen sind auf die Nasenspitze fokussiert, oder geschlossen, falls Dir das lieber ist.

MUDRA UND ATEM:
a) Blockiere den rechten Nasenflügel mit dem rechten Daumen. Atme langsam und tief durch den linken Nasenflügel ein und halte den Atem.
Chante im Geiste 16 mal ‘Wahe Guru”, und pumpe dazu den Nabel 3 mal mit jeder Repetition ( einmal bei “Waa”, einmal bei “Heh” und einmal bei “Guru”; insgesamt 48 Bauch-Anspannungen.
b) Löse den Finger vom rechten Nasenflügel und benutze den rechten Zeige- oder kleinen Finger, um das linke Nasenloch zu schließen. Atme langsam und tief durch das rechte Nasenloch aus. Setze die Übung genauso fort links einzuatmen und rechts auszuatmen.

BEENDEN: Inhaliere und halte die Luft für 5-10 Sekunden an. Ausatmen. Dann strecke und schüttle den Körper ungefähr eine Minute lang, um die Energie zu zirkulieren.

Jahrzehntelang war mein Augenmerk nur auf die Meditationsdauer gerichtet, die ich zunächst aufgebaut habe.

Um Deine Entwicklung zu verschnellern, gebe ich Dir gleich diesen Tip mit auf den Weg, damit Du dann, wenn Du denkst Dein Ziel erreicht zu haben, nicht nochmal wie ich minutenweise Deine Konzentration aufbauen musst.

Du kannst also hiermit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, und aus Deiner Übezeit das Doppelte raus holen.

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