Der Vor- und Nachteil von spirituellen Gurus

#8

Spirituelle Lehren sind hilfreich, um uns in der Weltlichkeit ein Gerüst zu geben, wie man durch die Anfechtungen des weltlichen Chaos kommt.

Im Himalaya habe ich eine junge Frau gesehen, die nur auf die Art, wie sie in das Tal schaute sehr spirituell zu sein schien. Theoretisch kommt die menschliche Seele also ohne Lehren zurecht, aber wenn man in der Zivilisation verstrickt ist, dann wirbeln dermaßen viele Anfechtungen auf einen ein, dass klare Prioritäten einen auf dem Weg halten, der dem zeigt, was das Leben sinnhaftig macht.

Geistige Lehrer sind insofern eine große Inspiration, die entweder viel Wissen oder eigene Erkenntnisse vermitteln können, aber ein Nachteil davon kann sein, dass man sich einem Konstrukt verschreibt, was nicht unbedingt dem eigenen entspricht. Es gibt folgende Arten von Lehrern:

  • Die gelehrten, wie z.Bsp. Religonsführer und -wissenschaftler
    • von denen man sehr viel Information erhalten kann,
    • die aber auch den Nachteil haben, ihre tiefen Lehren bisweilen nicht selbst verinnerlicht zu haben.
  • Dann gibt es die Weisen, die vor eigenen Erkenntnissen nur so sprudeln, wie z.Bsp. Rudolf Steiner, deren spontane Reden alleine schon Buchqualität hatten.
    • Der Vorteil davon ist ein Einblick in Weisheiten, die uns noch verborgen sind,
    • aber der Nachteil davon ist, dass es unter den orthodoxen Fans viele zerstrittene gibt, die glauben die alleinige Interpretation des Weisen gefunden zu haben.
  • Und dann gibt es noch die Segnenden sogenannten Avatare, oder Wunderheiler wie z.Bsp. Bruno Gröning.
    • Der Vorteil von denen ist, dass sie Menschen mitten in ihrer tiefen geistigen Verstricktheit aus ihrer leidvollen Ignoranz helfen können,
    • aber der Nachteil dabei ist, dass man sich letztendlich einer Person verschreibt, die für einen die Arbeit übernimmt, so dass man Gefahr läuft keine eigene Persönlichkeitsarbeit mehr glauben leisten zu müssen.

Das Wassermannzeitalter hat Informationsvermitler unnötig gemacht

Das Dogma, sich bedingungslos einem Guru zu verschreiben kam aus Asien, aus einer Zeit in der es Wenige gab, die lesen konnten, und Gurus noch integer waren.
Heutzutage hat sich das dadurch geändert, Information durch das Internet überall verfügbar ist, die Hauptfunktion der Lehrer, wie auch in der Schule, mehr der Strukturierung und hauptsächlich emotionalen Zuwendung gilt, als der eigentlichen Informationsvermittlung.

Kapitalismus verzerrt Authentizität von Energie

Während Spenden eine schöne Geste sind seine Wertschätzung zu dokumentieren und der helfenden Person oder Organisation dankbare Energie zurück zu geben, birgt das Medium Geld die Gefahr, dass Menschen sich Spiritualität erkaufen zu können glauben, was dann dazu führt, dass wohlhabende Menschen zu teueren Reiki- oder Yoga-Wochenenden gehen, in denen ein Konsens des Wohlfühlens gilt und dadurch unangenehme Persönlichkeitsarbeit schnell in den Hintergrund gedrängt wird.

Wenn das Geld aus einem Erbe kommt, oder von einem reichen Gatten, den man aufgrund von gutem Aussehen geangelt hat, dann scheint von eigenen Leistungen nicht viel übrig zu sein – im Gegenteil: Oft sind solche Reichtümer sogar auf unauthentischen bis hin zu skrupellosen Strategien gebaut.

Bedingunsloser Respekt kann zu schweren ‘Ent-täuschungen’ führen

Gerade für die fanatischsten Verfechter einer Richtung, die oft den stärksten Glauben zu haben scheinen, kann es ganz schlimm werden, wenn sich die verehrte Gallionsfigur als Scheinheiliger, oder gar Übeltäter entpuppt, weil der Guru nicht chakraterstark genug war den Versuchungen seines Charismas zu widerstehen. Wir daraufhin deshalb später auch Yogi Bhajan analysieren.

Die Berechtigung eines persönlichen Lehrers

Nichts desto trotz gibt es einen Grund für den direkten Kontakt zu einem Lehrer: Die weise Abgleichung des Wegs, um auftretende Ungleichgewichtigkeiten und Sackgassen zu korrigieren.
Spirituelle Meister können tiefe Verstrickungen erkennen, denen sie durch adäquate Strategien entgegensteuern können.

Das Dilemma des Freigeistes

Da heutzutage nicht mehr die Zeit bedingungsloser Gehorsamkeit ist, hat man im Eigenstudium der schwer greifbaren geistigen Prinzipien das Problem sich selbst durch den Wust an Information durch zu kämpfen und dabei viel Energie an Fehlern zu verschwenden.
Dazu kann in einem Fernkurs, wie z.Bsp. diesem hier, eine klare Analyse nicht gewährleistet werden, weshalb man andere Methoden braucht, um sicher zu stellen, dass man nicht gegen eine Wand rennt.

Die Lösungen

Beständigkeit

Die Hauptlösung dafür ist, sich den Weg der einem am vielversprechenden zu sein scheint zu verschreiben,
dabei zu bleiben, und sich durch seine Beständigkeit selbst zu zertifizieren.
Der Gründer der Vipassana-Bewegung Goenka hat mal auf einem Seminar, wo ich ihn erleben durfte gesagt, dass das Problem Vieler wäre,
mal hier ein paar Meter nach Öl zu boren, und dann mal dort 10m;
aber um an das Öl ran zu kommen müsse man an einer Stelle richtig tief boren.
Sodarshan Chakra Kriya ist einer dieser Wege, die alleine für sich,
also ohne die anderen vielen Übungen, die Yogi Bhajan erfunden hat, funktioniert,
weil sie nicht aus seinem Kundalini-Yoga stammt, wie er selbst sagte:

” Von allen 20 Arten Yoga, einschliesslich [Yogi Bhajan’s] Kundalini Yoga,
ist das das höchste Kriya.”

Originalanleitung von Yogi Bhajan 1990

Konstantheit und Durchhaltevermögen

Was Yogi Bhajan vernachlässigt hat, war den richtigen Rhytmus um die Übung aufzubauen. Er hat zwar gesagt:

” Jeder Müllhaufen benötigt seine eigene Zeit um gereinigt zu werden.
Wenn Du Deinen eigenen Müll angehst, musst Du selbst schätzen; und ihn dann so schnell als Du kannst oder langsam, wie Du willst verarbeiten. “

Originalanleitung von Yogi Bhajan 1990

Das Problem ist nur, dass man anfangs ja gar nicht richtig weiss, was zu schnell oder zu langsam für einen ist – geht man nach dem was sich angenehm anfühlt, kann es sein, dass man irgendwann auf einer Stufe stehen bleibt (was ich schon bei Einigen gesehen habe, die 16 Jahre die gleiche Zeit machten).

Wenn man es aber zu schnell erzwingen will kann es passieren wie mir, der ich das Pferd 16 Jahre lang von der falschen Seite aufgezäumt habe.
Deshalb will ich Dir hier dieses lange Leid, was mich ins Teufel’s Küche gebracht hat, ersparen.

Irgendwann hatte ich mir eine Strategie zugelegt, die auf den Lehren von Yogi Bhajan basiert, und habe die für Dich noch verfeinert, damit Du die Motivation hast möglichst reibungslos da durch zu kommen.

Aufgabe ab heute:

Versuche eine Woche lang einmal täglich zu meditieren, um Dir danach das erste Selbst-zertifikat zu geben.

POSITION: Sitze mit einem geraden Rücken

Versuche heute wieder, wenn es geht, mit dem ersten Bein im halben Siddhassana zu sitzen. Falls nicht ist das, wie gesagt, keine Pflicht, denn es heisst ja:

( entweder mit gekreuzten Beinen oder in einem Stuhl mit den Füßen flach auf dem Boden )

Neu: Augen sind […] geschlossen …

MUDRA UND ATEM:
a) Blockiere den rechten Nasenflügel mit dem rechten Daumen. Atme langsam und tief durch den linken Nasenflügel ein und halte den Atem.
Chante im Geiste 16 mal ‘Wahe Guru”, und pumpe dazu den Nabel 3 mal mit jeder Repetition ( einmal bei “Waa”, einmal bei “Heh” und einmal bei “Guru”; insgesamt 48 Bauch-Anspannungen.
b) Löse den Finger vom rechten Nasenflügel und benütze den rechten Zeige-

Neu: oder kleinen Finger,

um das linke Nasenloch zu schließen.
Atme langsam und tief durch das rechte Nasenloch aus.
Setze die Übung genauso fort links einzuatmen und rechts auszuatmen.

Benütze dazu wie immer die dafür vorbereiteten Klänge

Heute neu

  • Die Augen sollten geschlossen sein
  • Du kannst von der rechten Hand entweder den Zeige oder den kleinen finger benützen, um das linke Nasenloch zu schließen

Fortschritte:

Ab heute brauchen wir nur noch 6 Rythmen, um die minimalen 3 Minuten von SCK zu erreichen.

Außerdem ist dies Dein erster (oder wenn Du gestern meditiert hast, Dein zweiter) Tag von einer Woche konstanter Meditation.

Bonus Filmmaterial für NACH dem Üben

Falls der Film wegen Kopierrechten gelöscht wurde, einfach nach “Kumaré” suchen

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