Hesychasmus, Nabelschau und Mantren

Sodarshan Chakra Kriya Kurs #2

Heutige Übung: Das Mantra (also die wiederholte Phrase) zu denken, anstatt es zu hören.

ATEM:
Atme langsam und tief … ein und halte den Atem.
… Chante im Geiste 16 mal ‘Wahe Guru”, und pumpe dazu den Nabel …

Originalanleitung von Yogi Bhajan 1990

Gedanken (zumindest für mich persönlich) manifestieren sich wie Hören,
insofern ist das Denken dem Hören ziemlich nah,
und das Bauch Pumpen hat mich einmal das Mantra nicht aus dem Kopf, sondern aus dem Bauch heraus hören lassen.

Es wird aber zum mechanischen Nachplappern, wenn man sich nicht inhaltlich mit dem Gesagten beschäftigt.
Ein Beispiel sind Informationen aller Art, die einem wenig bringen, wenn man nicht zuhört.
Das ist auch ein Grund, weshalb gesagt wird, dass man sich auf sein Essen konzentrieren sollte, um mehr aus den Nährstoffen raus zu holen.

Deswegen ist es auch gut zu wissen, was “Waheguru” bedeutet und wie es wirkt:

Wiederholte Mantren werden in allen religiösen Kulturen benützt, ein Beispiel im Christentum ist der Rosenkranz oder das Jesus-Gebet, was übrigens SCK sehr nahe kommt, weil man sich da auch durch eine sprichwörtliche “Nabelschau” auf seinen Bauch konzentriert und ständig das Göttliche anbetet (siehe Hesychasmus). Die Nabelschau (Omphaloskepsis) wird in der Übung durch das Pumpen des Bauchs erreicht.

Mantren wirken auf zwei Arten:

A.) Zum Einen wirken sie durch ihren Laut energetisch auf unseren Körper.
Goethe wusste das und hat deswegen dem Wortlaut seiner Gedichte große Beachtung geschenkt,
wie z. Bsp. in dem Satz:

“^Ü^ber <a>llen G^i^pfeln ist Rvuvh …”
Ü:oben a:öffnend i=oben u= unten
Gipfel sind oben, Ruhe bringt nach unten
Über allen Gipfeln ist Ruh …
In allen Wipfeln
Spürest Du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur! Balde
Ruhest du auch.

Deswegen verlieren einige Gedichte in Übersetzungen.

Der Klang A (von “Wa”) öffnet unser Herz
(deswegen habe ich die Trommelschläge aus Klängen von Herzschlägen gemacht)
(oberer Körper)

^
Das Reich des Bewusstseins
^
Körpermitte
Der Klang von E konfrontiert uns mit der Welt
Außen < Konfrontation – “HE!” – Konfrontation > Außen
(So reinigt SCK unser Karma, weil es uns mit weltlichen Angelegenheiten konfrontiert)
v
Unterbewusstsein
(unterer Körper)
v
der Klang U (von “Guru”) unser Unterbewusstsein im Bauch

B.) Zum Anderen wirken Mantren über ihre Bedeutung.
Die Laute wirken also über Konditionierungen auf unsere Energie und die Bedeutung auf unser ‘magisches’ Bewusstsein im Sinne von Glaubenssätzen, Dogmen und unserem Weltbild.

Waheguru bedeutet wie schon erwähnt: “Gott”, und ausseinandergenommen bedeutet
“Wahe” etwas ähnliches wie: “Waah!, Wunder sind möglich”;
und “Guru” bedeutet nicht nur “Lehrer”, sondern”Gu” bedeutet Dunkel, und “Ru” Licht, also bedeutet “Guru”: Das was uns vom Dunkel zum Licht führt

Also bedeutet das Mantra nicht nur “Gott”, sondern auch:
Wow, Wunder sind möglich [in meiner Transformation] vom Dunkel zum Licht!

Übung #2 heute

Weil man anfangs nur einen kurzen Atem hat sind die Klänge noch sehr schnell, weshalb das dreimalige Bauchpumpen noch zu hektisch wäre.
Deswegen reicht es heute erst mal nur einmal pro Trilogie den Bauch zu pumpen.

  1. Gerade sitzen
  2. Klang abspielen und dazu erst aus- und dann einatmen
  3. Das Mantra “Waheguru” denken
  4. Beim ersten der 3 Trommelschläge den Bauch pumpen
* {Bauch pumpen}[*=Trommelschlag]*
{denken:} WaHeGuru

Heute gelernt:

  • Die Funktionsweise von Mantren,
  • die Bedeutung von “WaheGuru”,
  • das Denken des Mantras,
  • und das Bauchpumpen.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s