Jalandara Bhanda und die Richtung von oben und unten vertieft

Lektion 12

Das Prinzip von nach oben und unten strebenden Bewegungen

In der Tabula Smaragdina, hat Hermes Trismegistus (der eine Kombination des griechischen Gottes Hermes und des alten ägyptischen Gottes Thoth ist), gesagt:

1. Wahr, wahr, kein Zweifel darin, sicher, zuverlässig!
2. Siehe, das Oberste kommt vom Untersten, und das Unterste vom Obersten; ein Werk der Wunder von einem Einzigen.
3. Wie die Dinge alle von diesem Grundstoff durch ein einziges Verfahren entstanden sind.
4. Sein Vater ist die Sonne,
seine Mutter der Mond;
der Wind hat ihn in seinem Bauch getragen,
die Erde hat ihn ernährt.
5. Er ist der Vater der Zauberwerke, der Behüter der Wunder, vollkommen an Kräften; der Beleber der Lichter.
6. Ein Feuer, das zu Erde wird.
7. Nimm hinweg die Erde von dem Feuer, das Feine von dem Groben, mit Vorsicht und Kunst.
8. Und in ihm ist die Kraft des Obersten und des Untersten. So wirst du zum Herrscher über das Oberste und das Unterste.
Weil mit dir ist das Licht der Lichter, darum flieht vor dir die Finsternis.
9. Mit der Kraft der Kräfte wirst du jegliches feine Ding bewältigen, wirst du in jegliches grobe Ding eindringen.
10. Gemäß der Entstehung der großen Welt entsteht die kleine Welt, und das ist mein Ruhm.
11. Das ist die Entstehung der kleinen Welt, und danach verfahren die Gelehrten.
12. Darum bin ich Hermes der Dreifache genannt worden.

Diese Weisheiten werden oft in der Alchemie  oder im Okkultismus verwendet (der nicht so dunkel ist, wie es scheint, sondern schlichtweg “verborgen” bedeutet). Alchemie beschäftigt sich mehr mit inneren Transformationen, als mit äußeren, weswegen dieser kryptische Txt die Funktion von “Qi” (der Lebenskraft in Chinesischer Medizin), bzw. “Prana” (der Lebenskraft indischer Ayurveda) beschreibt.

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird die vertikale Beziehung des oberen, mittleren, und unteren Körpers die 3 Dantians genannt.
Das kann in manchen chinesischen Bildern gesehen werden, wo unten ein Schlamm ist, in der Mitte ein Ochse, der seinen Weg aufwärts arbeitet, und oben einer Perle der Erleuchtung.

Die Energie wird intern durch “Trennung des Feinen von dem Groben” gereinigt. Das genau ist was die Därme tun indem sie das nützliche Essen vom unnützen Stuhlgang reinigen.

Die Fähigkeit klare und wertvolle Gedanken von unnützen Informationen zu trennen, ohne das intellektuell begründen zu müssen, heist Intuition, also die Fähigkeit, sich selbst eine Lehre (englisch “tuition“) zu geben. Diese Fähigkeit heisst im Indischen Viveka – die Fähigkeit zu diskriminieren – eine Terminologie, die im Westen leider meist negativ belegt ist. Und weil diese Fähigkeit im Bauch angesiedelt ist, nennt man das “Bauchgefühl”.

Der Grund, warum Frauen mit einem besseren Grundverständnis für Intuition geboren sind, ist, weil das Herz in dem aus spiritueller Sichtweise unsere Gedanken hausen, ein Gefäß voller Blut ist,
und das einzige Körperteil unter dem Zwerchfell
(also unter dem Wasserspiegel, über dem der Intellekt, und unter dem die Intuition gefunden werden kann),
der auch ein Beutel voller Blut ist, der Uterus ist.
Daher konnte früher beobachtet werden, dass Frauen die einer Hysterektomie unterzogen wurden, bisweilen hysterisch werden konnten.

Später im Leben entfaltet sich die Intuition mehr dadurch, wie viel sie beleuchtet wurde, bzw. wie weit sie durch den Intellekt unterdrückt wurde. Daher nivelliert sich der Unterschied der Geschlechter auf Dauer.

Daher muss man in Sodarshan Chakra Kriya den Atem (und damit die Gedanken) anhalten, und den Bauch pumpen, während man sich auf ein höheres Selbst einschwingt, indem man schweigend das Mantra for Gott, “Waheguru” rezitiert.
Da sich Denken für mich ähnlich wie Hören manifestiert, war ich einmal in 26 Jahren damit gesegnet, das Mantra nicht mit meinem Hirn, sondern aus dem Bauch raus zu hören.

Zum richtigen aufrecht Sitzen gibt es noch eine weitere Yoga Methode: das Jalandar Bhanda:

Jalandar Bhanda streckt die Wirbelsäule und verbessert den Energiefluß.
Es ist eine Yoga Position in der der Nacken leicht nach vorne gebeugt ist, aber er sollte nicht stark gebeugt sein, eher, wie eine Sprungfeder gegen eine Vertiefung mit leichtem Druck gepresst wird.
Die Position wurde im 3. Kapitel des Hathapradeepika beschrieben:
Das Kinn wird in Richtung Brust (Herz) gedrückt nachdem der Hals kontraktiert wurde. Dieses bandh eliminiert Alter und Tod. Die Kontraktierten Halsvenen stellen sicher, dass die Flüssigkeiten des Himmels hier ankommen. Daher ist dieses Bandh zurecht als Jalandhar Bandh bekannt, was bedeutet, dass es jedes Halsweh zunichte macht.
… Die Person, die dieses Bandh sechs Monate lange praktiziert, wird zweifelsohne den Siddha Status erlangen.

Das ist also, wie das Siddhasana-Sitzen eine weitere Position, die es ermöglicht Erleuchtung zu erlangen. Diese wird beim SCK mit eingebunden:

Anfänger-Übung für heute mit Laghu Jalandhara Bhanda:

POSITION: Sitze mit einem geraden Rücken ( entweder mit gekreuzten Beinen oder in einem Stuhl mit den Füßen flach auf dem Boden )
HEUTE NEU: Mit leichtem Nackenverschluß
Augen sind auf die Nasenspitze fokussiert, oder geschlossen, falls Dir das lieber ist.

MUDRA UND ATEM:
a) Blockiere den rechten Nasenflügel mit dem rechten Daumen. Atme langsam und tief durch den linken Nasenflügel ein und halte den Atem.
Chante im Geiste 16 mal ‘Wahe Guru”, und pumpe dazu den Nabel 3 mal mit jeder Repetition ( einmal bei “Waa”, einmal bei “Heh” und einmal bei “Guru”; insgesamt 48 Bauch-Anspannungen.
b) Löse den Finger vom rechten Nasenflügel und benutze den rechten Zeige- oder kleinen Finger, um das linke Nasenloch zu schließen. Atme langsam und tief durch das rechte Nasenloch aus. Setze die Übung genauso fort links einzuatmen und rechts auszuatmen.

BEENDEN: Inhaliere und halte die Luft für 5-10 Sekunden an. Ausatmen. Dann strecke und schüttle den Körper ungefähr eine Minute lang, um die Energie zu zirkulieren.

Originalanleitung von Yogi Bhajan 1990

Übe also wie bisher mit Deinen Rythmen 3 Minuten lang SCK, und dieses mal, indem Du mit grade Rücken und leicht nach vorne gebeugtem Kopf quasi Deinen Rücken vom Hinterkopf aus nach oben ziehst (anstatt wie Viele die Schultern krampfhaft noch zu hiehen).

Stelle Dir vor Du wärst eine Marionette, die am Hinterkopf den Faden befestigt hat, der dich hoch zieht.

Auch die Zunge leicht an den Gaumen anzusaugen ist hilfreich, weil ich festgestellt habe, dass die Zunge bei Unkonzentriertheit schnell mal in eine Richtung zeigt.

Anfänger weiterhin zwei mal wöchentlich,
Fortgeschrittene weiterhin täglich.

Dazu kannst (aber musst Du nicht) die Zählart von Yogi Bjahan an den Fingerkuppen ausprobieren, um sie weiter zu üben,
und mit den 3HO-Regeln von Yogi Bhajan’s Organisation experimentieren, um herauszufinden, was davon für Dich Sinn macht, und was nicht.
(Für Sodarshan Chakra Kriya sind sie, wie gesagt, nicht essenziell.)

  • Weisse Kleidung
  • Kopfbedeckung auch vorrangig weiss
  • Vegetarisch Essen (Veganer sind sie aufgrund der Milchprodukte nicht)
  • Kein Zucker
  • Morgens Meditieren
  • und davor kalt duschen
  • Vor dem Meditieren das Adi Mantra “Ong Namo Guru Dev Namo” chanten,
  • Und nach dem Meditieren
    Lass die ewige Sonne auf dich scheinen, Liebe dich umhüllen, und das reine Licht in deinem Innern dir den Weg weisen.” singen
  • und danach 3 mal lange Sat Nam chanten.
  • Als psychische Einstimmung will ich Dich jetzt schon mal schonend drauf Vorbereiten, dass Anfangs täglich neue Instruktionen kommen, weil man anfangs am meisten Fragen hat, und jede Technik ausführlich erklärt wird.

    Sobald wir aber alle Techniken integriert haben, ist es nicht mehr nötig ständig neue Lektionen zu kriegen, damit Du ganz langsam lernst selbstständig zu praktizieren.

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