Sitztechniken #1 : Schneidersitz (Sukhasana)

Sodarshan Chakra Kriya Kurs # 3

Weil Yogi Bhajan sowieso schon Yogaunterricht gab in dem Alle auf dem Boden saßen,
hat er in dieser Übung speziell nichts zur Sitztechnik gesagt, was generell aber nicht fehlen darf.

  1. Das bequemste Sitzen ist natürlich das Sitzen in einem Sessel oder auf einem Sofa, aber der Nachteil dabei (aus eigener Erfahrung) ist, dass der Rücken dadurch an die Lehne gedrückt wird und deswegen nicht mehr selbstständig aufgerichtet ist. SCK funktioniert trotzdem,
  2. aber besser wäre es man würde sich auf seinen Sitzhöckern vorne auf einen Stuhl setzen ohne sich anzulehnen, damit man einen geraden Rücken hat.
  3. Noch besser ist der sogenannte Schneidersitz von dem der vietnamesische Mönch bei dem ich traditionelle Chinesische Medizin studiert hatte gesagt hat: “Beim Schneider- oder Lotussitz wird das Zentrum mehr nach unten verlagert”.

Meine eigenen Erfahrungen nach einem gebrochenen Rücken war, dass das Sitzen ohne Schneidersitz den Rücken mehr belastet, weil die Schenkel mit dem Steißbein ein Dreieck bilden, was den Druck verteilt.
Also würde ich empfehlen, zumindest mal zu probieren, ob es funktioniert mit gekreuzten Beinen zu sitzen.

Hier sind 3 Beispielvideos über den Schneidersitz:

Das Knien, welches er ab Minute 7 zeigt kann ich persönlich nicht machen, weil meine Knie (schon als ich 25 war (beim tiefen Stehen im Kungfu) mein Schwachpunkt waren.
Für mich persönlich ist der Schneidersitz also die beste Variante.
Hier noch ein paar Dehnhilfen für den Scheidersitz:

Hier letzendlich ein Video über den puren Schneidersitz, der auch Sukhasana genannt wird:

Im Grunde bin ich ein gutes Beispiel für ein Problemfall, der es trotzdem hinkriegt,
denn als westlicher Mann gehöre ich wahrscheinlich zu den körperlich Unflexibelsten:

  • Ich kann bis heute nicht im vollen Lotussitz mit brezelartig verknoteten Beinen sitzen;
  • dazu drückt mein Knöchel auf den Boden, was mir Schmerzen bereitet;
  • und ich kann auch nicht lange so sitzen, weil irgendwann mein Bein einschläft.

Tricks zur Abhilfe für mich sind:

  • Beine wechseln:
    Der Gründer der Vipassana-Bewegung S.N. Goenka bei dem ich einmal ein 10-Tages-Kurs besucht habe, hat uns Teilnehmern für seine (allerdings einstündigen) Meditationssitzungen erlaubt, dass man einmal die Beine wechseln dürfe. Bei den 3 Minuten, die die Meditation derzeit dauert lohnt sich natürlich ein Wechsel nicht, aber wie Amiena Zylla im letzten Video empfiehlt kann man ja sich immer mal wieder mal in der ungewohnten Art hinsetzen, um die andere Seite auch zu trainieren.
  • Ein dickes Meditationskissen:
    Je dicker ein Meditationskissen ist, desto leichter fällt mir persönlich das Sitzen. Falls ich mal irgendwo anders bin setze ich mich auf einige gefalteten Decken, Handtücher, oder wenn gar nichts da ist auf Kleider wie einen Pullover (oder ein Klotz, wie Amenia das beschreibt, was ich selbst noch nie probiert habe, weil
  • ich mich unorthodoxer Weise zum Meditieren mit meinem Kissen auf mein Bett setze
    1. Um meine Knöchel zu schützen (was auch mit einer weichen Unterlage gehen würde),
    2. und damit ich länger sitzen kann, weil mir nach einiger Zeit das Bein einschläft, und ich dann mitten in der Meditation meine Beine für eine Weile auf den Boden stellen kann, ohne meine Meditation unterbrechen zu müssen.
      Das könnte übrigens einer der Gründe sein, warum ich Sodarshan Chakra Kriya länger als die Meisten am Stück machen kann.

Noch ein Aspekt zum vertikalen Sitzen und der Energie ‘zum Himmel hinauf’:
Wenn man uns Menschen auf dem Planeten Erde sieht, dann ist die Richtung nach oben, die nach Aussen zu anderen Planeten hin.
Und wenn man die Planeten als Neuronen sieht, dann ist eine Verbindung zwischen ihnen wie eine Synapsenverbindung.

Ganzheitlich gesehen, schaffen wir also über den Makrokosmos eine Synapsenverbindung in unserem Mikrokosmos Hirn, weshalb Meditation einen auf lange Zeit hin auch intelligenter macht.

Übung #3 für heute: Sitzen, Bauch & Atemtraining

Probiere heute mal den Schneidersitz mit improvisierten Unterlagen aus.
Dann atme wie zuvor mit den Atemgeräuschen der Audios aus & ein,
und heute pumpe den Bauch pro Waheguru-triade zwei mal, so:

1. Trommelschlag2. Trommelschlag3. Trommelschlag
Wahe” BauchpumpenGuru“” Bauchpumpen
(und gedanklich immer bei “Waheguru” bleiben.)

Warum nur zweimal?
Weil das noch extra sehr schnelle Zyklen sind, um Deinen Atem hoch zu trainieren,
aber bei schnellen Zyklen sind die Trommelschläge anstrengend schnell für den Bauch sind. (Außerdem passt das heute perfekt zu beiden Worten).

Nachtrag zum Sitzkissen:

Es ist natürlich immer verlockend einen Grund für einen Kauf von etwas Schönem haben zu müssen, und ein gutes Sitzkissen ist im Grunde das Einzige was man für diese Meditation braucht. (Man braucht für dieses Meditationsyoga keinerlei Utensilien anderer Art.)

Allerdings würde ich raten vor dem Kauf von einem solchen eine Woche abzuwarten, denn

  1. Muss sich erst noch herausstellen, ob Du überhaupt dauerhaft im Schneidersitz sitzen kannst,
  2. Halte ich es für gut eine Woche lanng mal mit allen mögichen Materialien im Haus zu improvisieren, denn es kann jederzeit eine Situation auftauchen, wo Du unvorbereitet anderswo übernachtest und Deine Meditation am nächsten Tag in Umgebung ohne Dein Sitzkissen durchführen musst.
  3. Gibt es noch eine weitere Sitzhaltung in der man auf seinem Fersen sitzt, die optional auch gemacht werden könnte (und bald noch kommt). Bei der wäre ein Kissen dann völlig unnötig.

Fortschritt heute:

  1. Scheidersitz
  2. Bauchpumpen verschnellert
  3. Die eigene Meditationsecke nochmal dem niedrigen Sitzen zuliebe umstrukturiert.

(In meiner 30m2 Wohnung habe ich übrigens kein eigenes Zimmer um mir ein HeimSanktuarium einzurichten.

Ein eigenes Zimmer hat zwar den Vorteil um wie bei heiligen Stätten die Ruhe zu sammeln, aber der Vorteil das im täglichen Lebensraum zu machen ist, dass die anfängiche Einstimmung zwar etwas mehr Disziplin erfordert, um sich von vorherigen Gedanken zu lösen, man aber dadurch auch gleich seine Umgebung mit aufräumt und Ruhe in sein Heim bringt.)
Lediglich ungestört von Blicken, Besuchen und Anrufen sollte man sein
(Ich habe sogar bei Bekannten schon heimlich auf deren Toilettensitz meditiert.)

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