Sodarshan Chakra Kriya Kurs : Tag 1

Thema: “Gerade sitzen und Gott”

Der Kurs trainiert Dich nicht nur auf schonende Art körperlich zur Meisterung dieser Yogaübung mit ihren ungeahnten Wirkungen hoch.

Er bietet zusätzlich das, was Yogi Bhajan in seiner rein mechanistischen Beschreibung der Übung nicht angesprochen hat:

Die spirituelle Persönlichkeitsarbeit, ohne die man Gefahr läuft entweder zweifelnd aufzugeben oder sich und Anderen (eventuell sogar schwer) zu schaden.

Insofern ersetzt dieser Kurs die Abhängigkeit von einem “Guru” und der damit verbundenen Krise, falls der sich später, wie so viele, als Scheinheiliger entpuppt.

Ich selbst werde keinen einzigen Schritt empfehlen, den ich nicht selbst persönlich schon genau so durchexerziert habe!

Später kommen noch hilfreiche spirituelle Werkzeuge dazu, die einem mehr Sinn im Leben verleihen
und vor schweren Schicksalskrisen schützen können.

POSITION: Sitze mit einem geraden Rücken
( entweder mit gekreuzten Beinen oder in einem Stuhl mit den Füßen flach auf dem Boden ) …

(Originaltext von Yogi Bhajan immer unverändert und türkis hinterlegt)

Warum gerade sitzen? Es gibt eine Korrelation des Körpers zu unserer geistigen Haltung: Die horizontale Axe hat mit Anderen und der Weltlichkeit zu tun, und die vertikale Axe mit der Ausrichtung auf das innere Göttliche. In der Esoterik, Gnostik und in östlichen Lehren dagegen, geht es meist um die vertikale Axe. Das gibt dem Kreuz eine ganz neue Bedeutung:

G
N
O
.° WISSEN
T
I
K

^
|
AGNOSTIK <———gegen—————> GOTT
|
v

D
O
G
M
.° GLAUBE

Das innere Wissen ist also genau das Gegenteil von dem Wissen, was uns in der Schule gelehrt wird. Es geht um ein in-tuitives Verständnis, wie es Huang Po im 14. Jahrhundert sagte, der das Göttliche nicht personifizierte, sondern “Das Absolute” nannte.

Die Substanz des Absoluten ist nach innen Gerichtet wie Holz oder Stein, da es bewegungslos ist;
und nach aussen gerichtet wie ein Vakuum ohne Grenzen oder Begrenzungen.

Es ist weder subjektiv noch objektiv, hat keinen spezifischen Ort, ist formols und kann nicht verschwinden.

Diejenigen, die dort hin eilen, trauen sich nicht einzutreten, da sie fürchten durch das Nichts zu strudeln, ohne sich irgendwo festhalten zu können um ihren Fall zu bremsen.
Daher schauen sie an den Rand im Rückzug.

Das betrifft all diejenigen, die solch ein Ziel durch Denken zu erreichen suchen.

Daher wird es (so) viele (, wie die Haare an eines Stiers) von denen geben, die das Ziel kognitiv erreichen zu versuchen,
während, diejenigen, die intuitives Wissen davon erreichen wollen, (so) selten sind (wie seine Hörner).

“Waheguru” ist das Wort der Sikhs für Gott, weshalb es für Christen besser als das Wort “Gott” geeignet ist, um das Göttliche von dem personifizierten Gott zu lösen.

Erste Übung für heute:

Richte Dir eine von Anderen ungestörte Meditationsecke ein, die Du in Zukunft regelmässig wieder besuchen kannst, damit Du dort ein Ruhezentrum schaffst.

Dann setze Dich mit geradem Rücken hin, spiele die Sodarshan-Chakra-Rythmen bis der Alarm das zweite mal ertönt, Atme beim Atem- & Windgeräusch erst aus und dann ein, halte die Luft an, und stelle Dir bei jedem “Waheguru”vor, dass Du das Göttliche in Deinen Bauch eingeatmet hast.
Dann atme beim nächsten Atem-Wind-geräusch wieder aus.

Jetzt kommt die Belohnung der spirituellen Arbeit:
Nach jeder Meditation darfst Du Dir Zeit gönnen um über Deine Erkenntnisse zu kontemplieren – die besten Erkenntnisse kommen meist direkt danach,
weil sich Dein Geist nach der vorherigen Konzentration in ungeahnte neue Räume hinein entspannt.

Dein Fortschritt heute:

° Du hast Dir ein ‘Sanktuarium’,
einen spirituellen Ruheort – geschaffen;
° Einen ersten Einstieg in Pranayama
(Yoga-Atemübungen) gemacht;
° und Deine erste Persönlichkeitsarbeit geleistet,
nämlich die Kontemplation über das Göttliche in Dir.

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